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Kurzreview Daughter of no worlds

Autorin: Carissa Broadbent


Genre: Düstere Romantasy

Rating: ★★

Klappentext:

Eine ehemalige Sklavin, die für Gerechtigkeit kämpft. Ein Krieger, der den Glauben daran längst verloren hat. Und eine dunkle Magie, die ihre Schicksale untrennbar miteinander verknüpft. 
Tisaanah hat das Unmögliche geschafft: Nach Jahren der Unterdrückung hat die Sklavin ihre Freiheit mit Gold erkauft – nur um nach einem Blutbad aus ihrer Zwangsheimat Threll fliehen zu müssen. Ihre einzige Hoffnung liegt im Mitternachts-Orden, einer mächtigen Organisation von Magieanwendern. Dort will sie ihre magischen Fähigkeiten schulen, um eines Tages zurückzukehren und die verbliebenen Sklaven zu befreien.  
Die Aufgabe, sie auszubilden, fällt Max zu. Er ist ein ehemaliger Soldat mit einer dunklen Vergangenheit und einer Abneigung gegen den Orden – und gegen sie. Anfangs können die beiden einander kaum ertragen, doch je mehr sie von den Wunden des anderen erfahren, desto stärker werden die Bande, die sie verbinden. Gemeinsam müssen sie sich gegen Intrigen und Vorurteilen behaupten, während die Schatten eines Krieges immer näher rücken.
Doch der Orden hat eigene Pläne – und Tisaanah könnte der Schlüssel sein. Sie findet sich in einem Netz aus Verrat, Machtspielen und Geheimnissen wieder, und ihr wird klar: Der Kampf um ihre Freiheit war erst der Anfang.

Der größte Stärke von Daughter of No Worlds liegt eindeutig in seinen vielschichtigen Charakteren. Allen voran Tisaanah: Als ehemalige Sklavin ist sie eine außergewöhnlich entschlossene, kämpferische Protagonistin, deren innere Konflikte, Entwicklung und Willensstärke tief berühren. Es fällt leicht, mit ihr zu hoffen, zu leiden und mitzufiebern.

Ebenso überzeugend ist Max, ihr geheimnisvoller Mentor und gebrochener Krieger. Die Beziehung zwischen den beiden entwickelt sich langsam und auf eine angenehm unaufgeregte Weise. Statt klassischer Romance steht hier eine tiefe Freundschaft, Loyalität und gegenseitiges Vertrauen im Vordergrund – Spice gibt es nur minimal. Gerade diese ruhige, glaubwürdige Dynamik hebt das Buch von vielen anderen Fantasyromanen ab.

Die Welt ist düster, komplex und geprägt von Magie, politischen Intrigen und Ungerechtigkeit. Das eigens entwickelte Magiesystem bleibt zunächst geheimnisvoll und wird im ersten Band noch nicht vollständig erklärt, was die Spannung zusätzlich steigert. Zwar wirken Tisaanahs magische Fähigkeiten stellenweise etwas zu schnell entwickelt, doch dieser kleine Kritikpunkt fällt kaum ins Gewicht angesichts der insgesamt starken Geschichte.

Die Handlung ist emotional, stellenweise brutal und enthält düstere Kampfszenen – Triggerwarnungen zu Gewalt und Folter sollten daher beachtet werden. Gleichzeitig lockern humorvolle Dialoge, kleine Neckereien und kluge Wortwechsel die Stimmung immer wieder auf.

Trotz eines stark gehypten Auftretens und eines auffälligen Covers, das mich zunächst skeptisch gemacht hat, konnte mich das Buch vollkommen überzeugen. Der Schreibstil, die tief ausgearbeiteten Figuren und der spannende Cliffhanger am Ende machen Daughter of No Worlds zu einem echten Highlight. Die hochwertige Hardcover-Ausgabe mit Farbschnitt und Prägung ist zudem ein echtes Schmuckstück.

Eine klare Empfehlung für alle, die düstere Fantasy mit starken Charakteren, langsamer Beziehungsentwicklung und emotionaler Tiefe lieben.

 

 

 

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